Dominik Holl
Masterarbeit · OTH Amberg-Weiden · M.A. Digital Entrepreneurship

Die Effektivität von Marketing- und Finanzierungsstrategien im Immobilienvertrieb.

Eine praxisbasierte Analyse des Erfolgsfaktors Makler bei der Vermittlung von Kapitalanlageimmobilien. Betreut von Prof. Dr.Sc. Dr. Qeis Kamran, Zweitprüfer Prof. Dr. Marcus Becker. Abgabe 15.09.2025.

Wirkmodell

Aus wahrgenommener Kompetenz wird belastbare Entscheidung.

Effektivität im Vertrieb entsteht in einer Kette — nicht in einem einzelnen Marketing-Schritt. Jedes Signal muss an ein prüfbares Artefakt gekoppelt sein, das wiederum an Banklogiken anschlussfähig ist.

01

Signal

Wahrgenommene Kompetenz

Präsenz, Social Proof, konsistente Vita, Reputation. Was Käufer sehen, bevor sie mit dir sprechen.

02

Artefakt

Prüfbare Evidenz

Evidenz-Steckbrief, Musterauswertung mit Sensitivitäten, Dossier-Checklisten. Was die Kompetenz beweist.

03

Finanzierung

Bankanschluss

Bankfähige Mappe mit Beleihungswert, BW-Auslauf, Strukturierungshebeln. Was zur Zusage führt.

Reines Branding ohne gekoppelte Evidenz bleibt folgenlos — oder schadet. Reine Artefakte ohne sichtbare Kompetenz erreichen niemanden. Die Wirkung liegt in der Verbindung.

6 Design-Prinzipien

Was die Arbeit operativ ableitet.

DP1

Prozess als Produkt

Vollständige Vorqualifizierung und Dossier in 24–48 Stunden. Der Prozess selbst ist das Verkaufsargument — nicht ein Add-on.

Prüfbare Hypothese

Vollständigkeit ≥ 90 % senkt Time-to-Yes signifikant.

DP2

Signal → Artefakt-Kopplung

Jedes Kommunikationssignal verweist auf ein prüfbares Artefakt. Kein Branding ohne hinterlegte Evidenz.

Prüfbare Hypothese

Artefakt-Verweis im Erstkontakt erhöht die Konversionsrate im nächsten Funnel-Schritt.

DP3

Bankanschlussfähigkeit by Design

Dossier entlang Ertrags-/Kostenplausibilität, LTV und BW-Auslauf. Die Bank-Sicht wird vom ersten Paket an mitgedacht.

Prüfbare Hypothese

Transparenz zu LTV/BW im Erstpaket reduziert Nachforderungen.

DP4

Erwartungsmanagement via Sensitivitäten

Standardisierte Szenarien (Zins, Miete, Instandhaltung) in jeder Musterauswertung. Keine Hochrechnungen ohne Variation.

Prüfbare Hypothese

Sensitivitäten reduzieren späte Abbrüche.

DP5

Kollaboration sichtbar machen

Rollen, Kommentarspur, zentrale Ablage. Wer was wann macht, ist nicht Bauchgefühl, sondern dokumentiert.

Prüfbare Hypothese

Kommentar-Disziplin (≤ 48 h) korreliert mit Time-to-Yes.

DP6

Compliance & Transparenz

Zulassungen, DSGVO, steuerlicher Hinweis, dokumentierte Strukturierungshebel. Sichtbar — nicht versteckt im Kleingedruckten.

Prüfbare Hypothese

Sichtbares Compliance-Blatt erhöht Vertrauensrating bei Investor:innen.

KPI-Set

Messbar — nicht behauptet.

Time-to-First-Response
< 24 h
Vollständigkeit Erstunterlagen
≥ 85 %
Time-to-Yes
≤ 10 Tage
Follow-up in 48 h
100 %
Conversion Besichtigung → Angebot
≥ 40 %
Abbruchrate spät
≤ 15 %
Methodik

Qualitativ, leitfadengestützt, mit Praxisartefakten trianguliert.

Halbstrukturierte Interviews mit Investor:innen, Interessent:innen und einem Finanzierungsberater. Triangulation mit konkreten Praxisartefakten: Musterauswertung mit Sensitivitäten, Evidenz-Steckbrief, bankfähige Mappe.

Analytischer Rahmen: Design Weltanschauung (DWA), Design-Dominant Logic (DDL), Co-Creation und Komplexitätsökonomik. Ergebnisse verstehen sich als wiederholbare Mechanismen, nicht als universelle Best Practices.

Dominik Holl bei einer Konferenz, konzentriert zuhörend
Praxis-Übersetzung

Was du als Investor davon hast.

Bei Holl.Immo arbeite ich nach genau diesen Prinzipien. Vorqualifizierung in 24h, Evidenz-Steckbrief zu jedem Objekt, bankfähige Mappe mit Auslauflogik, Sensitivitäten in jeder Kalkulation. Kein Marketing-Theater. Verlinkbare Evidenz.